Die Stimmung unter den Stimmungsmacher gegen Tihange war seltsam. Neue Leute wurden zunächst etwas verschreckt bei der Aktion mit zu machen und ein persönliches Zeichen zu setzen: weg mit Bröckelmeilern und co.! Und es sollte NUR um dieses Thema gehen! Es ist egal, ob die Aktion 5vor12 wächst oder nicht –  oder ob „etwas erreicht wird“, wie einige Spötter uns im vorübergehen zu raunen. Das wäre Hybris zu denken, man stellt sich 2x irgendwo hin und sofort werden die Meiler abgeschaltet.

Aber das Thema soll präsent bleiben. Steter Tropfen. Die Betreiber der AKWs und die Politik sollen den kalten Wind im Nacken spüren und nicht denken, dass sich irgend wann der Protest legen würde und „das Volk“ resigniert. Nö. Machen wir nicht. Es gibt viele Aktionen gegen Tihange. Menschenkette zum Beispiel! Oder die Tihange-aus-Säule!

Es ist wirklich eine Überwindung, sich da öffentlich hin zu stellen und Farbe zu bekennen! Es braucht viel Mut. Man muss akzeptieren, für einen „Spinner“ gehalten zu werden, denn: was kann man denn wirklich erreichen?! Stimmt. Da sind wir wieder beim „steten Tropfen“. Man kann nur das Thema wach halten und sich bewußt machen: NOCH leben wir in einer Zeit, in der wir vorsorglich auf eine strahlenfreie Zukunft einwirken können. Noch. Wer weiß, was morgen ist…

Kleine Kinder sehen die gelben Schirme und fragen: was machen die Leute da? Und die Eltern haben einen Anlass, das Thema mit ihren Kindern zu besprechen. Vielleicht erzählen sie ihren Kids: ach, das sind alles Verrückte. Aber Kinder sehen sich gerne beide Seiten an und glauben ihren Eltern nicht immer ALLES. Irgend wann müssen sie sich ein eigenes Weltbild erschaffen. Und: die Kinder müssen es ausbaden, wenn die Elterngeneration dem Globus diesen Atom-Müll beschert – oder ein Gau ganze Landstriche unbewohnbar macht. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass solche Hinterlassenschaften keine gute Idee ist.

Wie es in Aachen eines Tages auch mal aussehen könnte sieht man HIER:
Movie Beta, onlineausgabe Juni 2017 Seite 8: Fotospaziergang durch Tschernobyl

oder direkt und umfänglicher HIER auf der Seite „die verlassenen Orte„:
Tschernobyl

Aber noch ist es nicht so weit, noch kann man den Dingen vorbeugen und auf die Weichenstellung in der Energiepolitik Einfluss nehmen. Solche apokalyptischen Gedanken erträgt man nur in homöopathischen Dosen. Daher reicht es, 5 Minuten in der Woche Farbe zu bekennen. Doch das muss sein!