DoomsayClockMini Et hätt noch emmer joot jejange. 

Niemand lebt gerne mit einer Gefahr im Nacken. Einfacher ist es, diese Gefahr zu ignorieren. „Et hätt noch emmer joot jejange. “  (Artikel 3 des Rheinischen Grundgesetzes.) Ein schönes Lebensgefühl. Und trotzdem kann man sich empören!
Artikel 9: Wat soll dä Kwatsch? – Stellt immer die Universalfrage! – Eine Aufforderung, die Dinge zu hinterfragen. Und: Artikel 5: Et bliev nix wie et wor. Also, sei offen für Neuerungen.

Was hat „das Volk“ für Möglichkeiten der Einflussnahme in einer Demokratie – außer am Wahltag – wo man sein x zwischen Energiewende, Bildungssystem und Flüchtlingskrise irgendwo hin schmieren kann? Keine Parteien bilden alle Themen so ab, dass man guten Gewissens sich irgendwo aufgehoben fühlt.

Letzte Woche (siehe Aktion 51) gab es ein lautes Rauschen in den Medien bzgl Tihange, Atomenergie usw. Aber: die Medien sind nicht das Volk. Das Volk bewegt sich leider nur laaangsaaaam. Und es braucht Anlässe um aus der Komfortzone zu krabbeln. Es erträgt sehr lange und geduldig mißliche Situationen und erhebt sich erst, wenn es unerträglich wird.

Nochmal: was kann man tun außerhalb seines kleinen Wahl-X? Wenig. Man muss zugeben: die Aktion http://www.5vor12.nrw ist ein kleiner, hilfloser Versuch, überhaupt etwas zu tun. Und doch: Nichtstun ist keine Option, denn die Gefahr ist da. Man kann sie ignorieren. Oder Hinschauen und sich positionieren. Digitales Mahnmal für nachfolgende Situationen.

Daher: gebt alle dem Protest ein Gesicht: EUER Gesicht! Jeden Samstag gibt es dazu Gelegenheit: um 5 vor 12 am Brander Stier (oder sonst wo…)

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