DoomsayClockMini Als letztes stirbt die Hoffnung…

…sagt man so. Und ja, es scheint ein Kampf gegen Windmühlen. Man fragt sich nach „Hambi“: wie funktioniert Protest eigentlich und wie ist er „erfolgreich“? Was kann man lernen? Schon längst ist klar: Atomenergie ist Mist. Kohle auch. Neue Ideen müssen her! Sofort. Es gibt ja schon sehr viele, aber Kohle- und Atomstrom verstopfen die Leitungen. Da hilft nur EINS: Dranbleiben mit dem Protest, sonst ist man dran!

Der Protest um den Hambacher Wald macht Mut: vorbildlich war und ist die unnachgiebige Haltung der Leute, die über 6 Jahre den Hambacher Wald besetzt hielten. Und: den jungen Leuten geht es um mehr als nur um den Naturschutz! Neue Formen des menschlichen Miteinanders, egalitäre Gesellschaft, Verringerung des „menschlichen Fußabdruckes“ auf unserem Planeten uvm. Viele Baumbesetzer*innen ernähren sich vegan aus Überzeugung. Und: sie haben recht! Bewundernswert, mit welcher Konsequenz sie das verwirklichen. Vielen DANK! Ohne diese Kernzelle des Protestes gäbe es diesen Wald schon lange nicht mehr!

Vorbildlich ist auch der Einsatz von Michael Zobel, der jahrelang mit seiner Lebensgefährtin Eva Töller und weiteren Wegbegleitern wie Künstler*innen und Filmemacher*innen den Hambacher Wald mit den berühmten „Waldspaziergängen“ in das Bewußtsein der Leute gebracht hat. Großen DANK! Sehr vorbildlich und man sieht: auch kleine Aktionen können Großes bewirken. Das macht Mut! Und: man braucht einen langen Atem! Wer meint, mit ein paar Waldspaziergängen könnte man die Welt retten, der ist nicht zu retten. Doch steter Tropfen höhlt den Stein!

Die Gegenpartei bestehend aus RWE und Politik hat mit Sicherheit alle Möglichkeiten genutzt, um ihre Interessen durchzusetzen!
Es ist natürlich ein Märchen, dass RWE mit seinem „lange Arm der Konzerne“ Züge ausfallen lassen kann (gaaanz zufällig), ordentlich geplante Demonstrationen durch die Polizei „verbieten“ lassen kann – was am Ende nichts genützt hat. Die Gerichte haben dem Einhalt geboten. Noch. Bis der „lange Arm“ – aber nun ja, wer glaubt schon dieses Märchen, dass RWE hinter dem Polizeieinsatz im Hambacher Wald stecken könnte. Die Polizei kam ja nur, um die Brandschutzbestimmungen bei den  Baumhäusern –  ähm… huch… jaaa, wieso muss man ein Haus abreißen, wenn die Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten wurden? Kann man nicht nachbessern?

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Kein Märchen ist die Kleine Anfrage (Siehe Aktion 82 „Reuls Märchenstunde“).

Nun schlägt RWE einen neuen Kurs ein: Lobhuddelei.

zB:

Der SV Niederzier dankt dem Konzern auf Facebook für „… sichere Arbeitsplätze, Hilfe beim Bau der Sportanlage usw.“

„Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing.“ 

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zB:

Auch bei meinen Eltern im Briefkasten in Aldenhoven lagen hübsche Broschüren:

Na klar, RWE ist sooo toll! Kann man auch HIER nachlesen: „Pro-Hambach“.de (Vorsicht, das ist nicht FÜR den Hambacher Wald!). Auf Facebook, Twitter, oder…:

zB:

Hier eine Artikelauswahl auf Polizist=Mensch:
8.10. Waren wir umsonst im Hambacher Forst
6.10. Offener Brief einer Anwohnerin an den BUND (Beschwerde)
6.10. Polizei als Spielball mit Link auf Artikel von aufgebrachten Anwohnern*:
AN: „Die Morschenicher haben die Schnauze voll“ (Morschenich wird im übrigen abgebaggert… welche „Anwohner“ gibt es da eigentlich noch?)
3.10. Gedanken einer Anwohnerin Gabi, die gerne mehr Polizei gehabt hätte um diese „Krawall-Touristen“ weg zu jagen.
28.9. der viel diskutierte Artikel: Gedanken eines Polizisten zum Einsatz im Hambacher Forst  – und mit einige Fragen dazu auf Facebook ist man sofort gesperrt.
Man kann also sagen: die Stimmungsmache läuft auf allen Kanälen. 50000 Krawalltouristen haben den Anwohnern in Morschenich in die Vorgärten gekackt, den Wald vollgemüllt und die Rehe vertrieben. Aha.
Bilder vom „Tag danach“ – Waldspaziergang mit Michael Zobel am 7.10. belegen: es gibt KEINEN Müll im Wald! Ein Taschentuch, was ich fotografieren wollte „ah, da ein Müll!“ – war aufgehoben bevor ich auf den Auslöser drücken konnte. Pech. Und wieso haben die Leute nicht die vielen aufgestellten Dixi-Klos benutzt sondern ihren Hintern in den Vorgärten blank gezogen und so die Morschenicher Bevölkerung belästigt? Warum sind die eigentlich überhaupt noch da? Morschenich ist doch in 2 Jahren weg! Oder kann es sein, dass diese Vorwürfe zu einer Stimmungsmache gehören? Realität versus Märchenstunde: wer soll da noch durchblicken! Hier die ersten Fotos zwecks Realitätsstudien – es war friedlich und sauber im Wald (und ja, es gab EINEN Müllberg, fein säuberlich sortiert!):
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