DoomsayClockMini Die Parteien stehn drum rum, dideldum.

SPD: „Ja, das ist voll unser Thema, sehen Sie mal unseren Flyer!“ und man hielt mir einen wunderschönen Flyer hin! Voll Entzücken (weil jetzt ob dieses Bekenntnisses wieder wählbar) freute ich mich schon, SPD-Gäste am Stier zu haben, denn das Thema kann man nicht immer nur EINER Partei überlassen. „Ja, natürlich kommen wir gleich und stellen uns dazu!“
CDU: „Ja klar sind wir dagegen! Auf jeden Fall!“ – Die Freude wurde immer größer! Wie schön wäre es doch, dass sich die Parteien GEMEINSAM für EIN Thema zusammen stellen. Außerdem könnten die Pateien ja eigene Ideen entwickeln, wie man Tihange-Protest sinnvoll und plakativ nach außen trägt. Bunte Vielfalt statt Grünes Dauer-Gelb!
Grüne: „Ja klar, bis gleich!“

Wer war am Ende da? – Man siehts ja auf dem Foto!

Violinschlüssel

 

Es grünt so grün wenn Belgiens Meiler glühühen! –
„Wann endlich ham‘ sie’s! Wann endlich ham‘ sie’s!“

 

 

DoomsayClockMini Klimawandel – Energiewende
Aus der Rundmail vom 26.10. der „Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (Bundesgeschäftsstelle)“ zentrale@sfv.de:

Diffamierung der Klimaschutzbewegung auf der Protestkundgebung von RWE und Co

Am 24.10.18 demonstrierten mehr als 15.000 Menschen in Bergheim und Elsdorf gegen den (schnellen) Ausstieg aus der Braunkohle. Nicht nur die Zahl der Teilnehmer, sondern auch die Lautstärke war beeindruckend. Ausgestattet mit Trillerpfeifen, Trommeln und Sirenen zogen sie durch Bergheim und Elsdorf nahe der Braunkohle-Abbaukante.

Für diese öffentlichkeitswirksame Aktion ließ sich der Energiekonzern nicht lumpen lassen. Er stellte die Betriebsabläufe seiner Kraftwerke und Tagebaue auf Notfallbesetzung um und charterte gemeinsam mit ver.di und IG BCE Busse, um tausende Mitarbeiter sowie deren Angehörige und Freunde in den frühen Morgenstunden zum Versammlungsort zu transportieren. Selbst Bewohner umliegender Ortschaften wurden eingeladen, den kostenfreien Bustransfer zu nutzen.

Die Strategie hatte Erfolg und der Frontalangriff gegen den zügigen Kohleausstieg konnte emotional und öffentlichkeitswirksam platziert werden. Funk und Fernsehen berichteten fleißig und stellten die Sorgen der RWE-Beschäftigten umfassend dar.

In einem Punkt hatten die Beschäftigten von RWE und Co Recht. Der Strukturwandel wird und muss umfassend sein. Nichts anderes ist zu erwarten, wenn sich ein fossiles Energiemonopol sukzessive vom Markt verabschieden muss. Hier ist die Politik gefragt, um finanzielle und planerische Unterstützung einzubringen und regionale Verwerfungen zu vermeiden.

Dass allerdings junge RWE-Beschäftigte Plakate mit „Wir sind die Zukunft der `sauberen` Energieversorgung“ hoch hielten (oder hoch halten mussten?) und Kinder mit Schildern behängt wurden, später mal bei RWE arbeiten zu wollen, war mehr als grotesk. Die Kohle steht vor dem Aus!

Entweder hat der Konzern den Kopf bereits im Sand des Tagebaus vergraben oder wir befinden uns mitten im Kampf um milliardenschwere Entschädigungen für den Kohleausstieg.

Auch an aggressiven Gesten und sprachlichen Entgleisungen mangelte es nicht. Ver.di bezeichnete die Aktivistinnen und Aktivisten im Hambacher Wald als „Reichsbürger mit Rastas“ und stellte damit unverfroren die politischen Zusammenhänge auf den Kopf: Es war die IG BCE-Demo, bei der AfD-Fahnen ungehindert geschwenkt werden durften! Und wenn RWE-Demonstranten das Klimaschutzcamp als „Terror-Camp“ abstempelten, kriminalisierten sie die Organisationsstrukturen der Bewegung. Anwesende Klimaschutz-Demonstranten wurden bebrüllt, mit Eiern, Bananenschalen und Krawallgerätschaften beworfen.

Die Spitze der Diffamierung allerdings erklomm Ministerpräsidenten Armin Laschet auf der späteren Abschlusskundgebung selbst: Es sei „gut, dass so viele tausend Leute hier zeigen: Wir können auch laut werden, nicht nur die, die Polizisten angreifen, bestimmen das Klima in unserem Land, sondern auch anständige Leute, die jeden Tag zur Arbeit gehen und unseren Wohlstand erarbeiten“.

Herrn Laschet sei hierzu ins Stammbuch geschrieben: Die Klimaschutzbewegung im Rheinischen Revier, in der Lausitz, in Mitteldeutschland und weltweit ist nicht mehr weg zu pöbeln. Es handelt sich um anständige Menschen, die verstanden haben, dass der Klimawandel das Überleben der Menschheit gefährdet und die daraus ihre Konsequenzen ziehen. Die Konzerne der fossilen Energiewirtschaft und ihre Vasallen gehören jedenfalls nicht dazu.

(Susanne Jung)

Muss man mehr wissen?

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Quelle: Solarenergie Förderverein

Und:

SFV – Unterstützer der EEG-Klage der Sonneninitiative e.V., Marburg

Zur Finanzierung der Energiewende über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird von allen Stromkunden die sogenannte EEG-Umlage erhoben. Von allen? Nein, die Großindustrie ist weitgehend von der Finanzierung der Energiewende befreit. Dies halten der Verein Sonneninitiative und der renommierte Energierechtler Peter Becker für eine verfassungswidrige Beihilfe.

Deshalb beschreitet die Sonneninitiative jetzt mit Ra. Becker den Rechtsweg gegen den Übertragungsnetzbetreiber Amprion, der diese EEG-Umlage eintreibt, um am Ende vor dem Verfassungsgericht die Besondere Ausgleichsregelung zu Fall zu bringen.

Der SFV unterstützt diese Klage ideell.

Alle Infos zur Klage erhalten Sie unter
https://eeg-klage.de

 

 

DoomsayClockMini Termine:

31.10.2018, 20 Uhr – Haus der Ev. Kirche, Saal, Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen
Energiepolitische Podiumsdiskussion zur StädteRegionsrats-Wahl

Die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Aachen und der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. laden Sie herzlich zu der energiepolitischen Podiumsdiskussion mit den Kandidaten ein, die sich am 4. November als StädteRegionsrat/rätin zur Wahl stellen.

Worum geht es?
Allen Kandidaten soll die Gelegenheit gegeben werden, ihre Position zum Thema: „Ausbau der Wind- und Solarenergie in der Städteregion“ und zur „Zukunft der Braunkohle“ vorzustellen.

Ihre Teilnahme zugesichert haben folgende Kandidaten:
Dr. Tim Grüttemeier , CDU
Daniela Jansen, SPD
Oliver Krischer, Grüne
Albert Borchardt, Die Linke
Marcel Foré, ÖDP

Die Veranstaltung wird von Alfons Schulte, SFV, moderiert.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

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