DoomsayClockMini Spendenaktion auf Facebook

Das war überraschend: anläßlich meines Geburtstages schlug mir Facebook vor, eine Spendenaktion zu starten. Ob dem Braten zu trauen ist? Facebook würde mit 2€ einen ersten Grundbetrag beitragen. Sehr großzügig. *lächel* Zur Auswahl standen diverse Organisationen, von SOS Kinderdörfer, die schon meinen Briefkasten zur Weihnachtszeit  verstopfen über Opferhilfe, Behinderte, die sich durchschlagen müssen, Flüchtlingshilfe, bekannte und unbekannte Organisationen. Keine Kohle-Gegner oder Atomstromstopper. Mist. Aber der BUND war zu finden. OK, kann ja nicht schaden. 270€ – immerhin.

Der BUND hat immerhin bei den Demonstrationen rund um den Hambacher Wald eine gute Figur gemacht. DANKE! Bitte dran bleiben! Und weiter machen!

Und wir „Volk“ dürfen nicht aufhören uns für Energiewende, FÜR unseren Planeten einzusetzen. Intelligenz versus Raubtierkapitalismus!

Und ja, es gibt diese Profi-Demonstranten, die an jeder Ecke die Hand für Spenden aufhalten. Fürchterlich. Natürlich: Protest kostet Geld, aber Protest muss immer der Sache dienen und nicht Selbstzweck werden. Daher bleibt 5vor12.nrw spendenfreie Zone!

Und danke, dass sich wieder einige Personen bereit gefunden haben, die Politik zu erinnern: Tihange abschalten, Kohleausstieg, fossilfreie Energiegewinnung an den Start bringen.

Und, btw: Plastik ist Mist! Gehört das Zeugs ins Meer? Na? Denkt eigentlich IRGENDWER mal insgesamt über Mensch und Erde nach? Unser Fußabdruck läßt sich nicht vermeiden, aber er muss ja nicht so riesig und zerstörerisch sein. Da waren die Indianer und andere Völker seinerzeit schon wesentlich weiter in ihrem Denken und ihrem Respekt gegenüber der Mutter Natur!

Und ja, die Aktivist*innen im Hambi stehen diesen Organisationen, die sich für Protest bezahlen lassen zu Recht mißtrauisch gegenüber. Die jungen Leute spenden Jahre ihrer Lebenszeit um den Wald zu schützen und leben unter großen persönlichen Einschränkungen in den Bäumen. Und wenn es dann „richtig“ los geht kommt der BUND und/oder Greenpeace und macht den Reibach. Doch ehrlich: hätten die Aktivist*innen das Wissen gehabt, eine DEMO mit über 50000 Menschen zu leiten und durch zu führen? Da müssen Profis ran. Der Traum, dass so viele Leute vernünftig bleiben um für den Kohleausstieg zu demonstrieren, ist eben was es ist: ein Traum. Menschen müssen eben auch mal, also braucht man Dixi-Klos. Klar, die Bio-Klos wären netter, doch welcher Hersteller hat die in den benötigten Stückzahlen auf Lager? Und dann die medizinische Versorgung: wenn so viele Leute zusammen sind kann immer mal jemand umkippen. Für diesen Fall muss eine Logistik geschaffen werden, die auch kurzfristig mal für durstende Demonstrant*innen frisches Trinkwasser besorgt.

Und schön zu sehen, dass am 1.12. in Köln wieder eine rege Beteiligung bei der Kohlausstiegs-Demo war. Darüber kann man nur begeistert sein!

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