DoomsayClockMini Gesicht zeigen – das geht in Zeiten von Corona jetzt nicht mehr…

Wer hätte je gedacht, dass es mal ein Vermummungsgebot bei einer Demo geben wird!
Gewisse Themen wurden von Corona überdehnt und leise stickum heimlich arbeiten die Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken an der Verlängerung. Es interessiert sie überhaupt nicht, was in 30 Jahren ist. Oder in 300 Jahren. Klar, dann lebt von uns niemand mehr. Wir sind dann verantwortungslos gestorben. Dabei könnte JEDER etwas tun.

Da fällt mir die Geschichte von den Schneeflocken ein, die seinerzeit bei meinem Hausarzt als Plakat im Wartezimmer hing:

Was kann ich denn für den Frieden tun? Ich bin doch machtlos!
Hat denn meine Stimme überhaupt Gewicht?

In einer Fabel wird erzählt:

„Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke“ fragte die Tannenmeise die Wildtaube. „Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort.
„Dann muß ich Dir eine wunderbare Geschichte erzählen“, sagte die Meise.

„Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängenblieben. Genau dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es.
Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“
Damit flog die Meise davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken:
„Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“

DoomsayClockMini Hambacher Wald – save the date: 5.7.2020

Liebe Wald- und Naturschützer*innen, Pressevertreter*innen, Mitmenschen…

Gegen jede Vernunft geht der IrRWEg weiter. D ie Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, die Vertreibung von Menschen, das Ausradieren von Heimat, die Vernichtung der fruchtbarsten Böden, der dramatische Klimawandel und die Lügen der Konzerne und vieler Politiker.
Wann hört es endlich auf, dass RWE bestimmt, was im Rheinischen Revier geschieht, welche Wälder und Dörfer noch vernichtet werden, wieviel wertvollstes Grundwasser abgepumpt werden darf? Wann hört es endlich auf, dass diese fahrlässigen unternehmerischen Entscheidungen von Ministerpräsidenten, Kabinetten, Bergämtern und letzlich auch von der NRWE-Polizei gegen besseres Wissen abgenickt werden?
Wir stecken mitten in einer globalen Krise, wir haben keine Zeit mehr zu verschwenden, wenn wir das Überleben der Menschen und der Mitwelt sichern wollen.
Und deshalb machen wir weiter:
Sonntag, 5. Juli 2020, Wald statt Kohle, 75 Monate Sonntagsspaziergang im Hambi und in den Dörfern am Tagebau Garzweiler – natürlich corona-kompatibel – diesmal in den Dörfern
Dazu schreibt ADB – Alle Dörfer bleiben:

5.Juli: Dorfspaziergang am Tagebau Garzweiler

Am Sonntag den 5. Juli laden wir zusammen mit dem Naturführer und Waldpädagogen Michael Zobel ein zum Dorf- und Waldspaziergang am Tagebau Garzweiler.
Treffpunkt: Lützerath um 11.30 Uhr.
Der Weg führt am Tagebau entlang der L 277 nach Keyenberg und über die Felder zurück nach Lützerath.
In Keyenberg Pause/Picknick und Andacht mit der Initiative „Die Kirchen im Dorf lassen“
Lernt die bedrohten Dörfer am Tagebau Garzweiler kennen, seht die Zerstörungen mit eigenen Augen und unterstützt unseren Widerstand!
Wir freuen uns auf Euch!
je nach Teilnehmer*innenzahl werden wir in corona-konformen Gruppen unterwegs sein
Bis zum 5. Juli gibt es noch weitere Informationen, bitte nachschauen auf www.naturfuehrung.com
Wir müssen den Kohleausstieg selbst in die Hand nehmen. Die Politik versagt komplett und duckt sich weg, wir werden nach wie vor belogen. Vom Ministerpräsidenten und vom Konzernchef. Alles läuft wie gewohnt in NRWE, ein einziger großer Konzern bestimmt und die Politik nickt alles ab. Das muss ein sofortiges Ende haben.
Deshalb machen wir weiter, im Wald, in den Dörfern, auf den Straßen, bis der letzte Kohlebagger steht.
In diesem Sinne,
bis Sonntag in Lützerath,
Eva Töller, Michael Zobel, Antje Grothus, Todde Kemmerich und viele Unterstützer*innen

Michael Zobel

Naturführer und Waldpädagoge

www.naturfuehrung.com

DoomsayClockMini 75 Jahre Hiroshima – Aktionen des DFG-VK Aachen

Im August nun, rund um den 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima & Nagasaki am 6.+9. August 1945 soll es nach heutigem Stand folgende Aktionen/Veranstaltungen geben:

* Am Samstag, den 01. August startet die jährliche, Friedens-Fahrradtour des
DFG-VK Landesverbandes NRW in diesem Jahr in Aachen (und endet am 09.08.2020
am Atomwaffenstützpunkt in Büchel in der Vulkaneifel). Die Tour, die um 11.00 Uhr mit einer Begrüßung der Bürgermeisterin der Stadt Aachen, Hilde Scheidt, auf dem Aachener Marktplatz beginnt, steht unter dem Motto: „Auf Achse für Frieden & Abrüstung – für Klima- & Umweltschutz“. Die Teilnahmezahl für die komplette Tour ist wg. der coronaverursachten Übernachtungsproblematik für größere Gruppen in diesem Jahr auf 20 beschränkt; gerne können sich Interessenten aber für einzelne Tagesetappen anschließen.
Nach dem Tourstart am Markt fahren wir mit Tagesziel Jülich erst einmal zwei innerstädtische Stationen an: Die RWTH (Thema: Rüstungsforschung) und die Lützow-Kaserne (Bedeutung & Funktion des Aachener Standorts für die Bundeswehr), bevor es dann nach Stolberg zu CAE, einem großen, aber leider in der Öffentlichkeit recht unbekanntem Unternehmen geht, welches im Militärbereich (und auch für die Atomwaffen in Büchel) eine hohe Bedeutung zukommt.
Am Sonntag geht es dann von Jülich weiter in den Hambacher Forst, wo uns der bekannte Aktivist Todde einen aktuellen Einblick in die aktuelle Lage des Waldes und des Widerstands gegen die RWE-Kohlepolitik und die Klimaerhitzung geben wird. Wer mehr zur Tour wissen (oder sich ggfs. an einzelnen Tagen beteiligen möchte), kann sich gerne über die Webseite des DFG-VK Landesverbandes informieren – oder beim Auftakt am Samstag ab Aachen direkt mit machen!

* Die IPPNW-Regionalgruppe der „Ärztinn*en zur Verhütung eines Atomkriegs, Ärztinn*en in sozialer Veranstwortung“ zeigt vom 04. – 09.08.20 in der Aachener Nikolauskirche die „Hibakusha“-Ausstellung. Hibakushas nennen sich die Überlebenden der beiden ersten Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte. Sie und ihre Nachkommen haben an den Folgen (z.B. der radioaktiven Strahlendosis) Jahrzehnte gelitten, z.T. mit gesundheitlichen Schäden bis in die neuen Generationen. Hinzu kam das lange Unverständnis, die Ignoranz oder gar die Ablehnung der restlichen japanischen Bevölkerung. Die Hibakushas haben sich allerdings seitdem – im Gegensatz zu vielen anderen – intensiv dem Kampf gegen die Atomkraft und die Atombomben gewidmet.

* Für den Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima, am Donnerstag, den 06. August hat die DFG-VK Aachen mit Unterstützung verschiedener Organisationen eine Mahnwache/Kundgebung ab 17.15 Uhr auf dem Aachener Münsterplatz beantragt. Die Veranstaltung mit verschiedenen Themenbeiträgen und Musik (von Josie & Kurt) soll bis ca. 18.00 Uhr dauern; danach besteht noch die Gelegenheit, gemeinsam die Hibakusha-Ausstellung zu besuchen. Außerdem stellen wir in diesem Kontext den „Aachener Appell“ der Öffentlichkeit vor. Diesen Auruf haben wir gemeinsam mit der IPPNW, pax christi Aachen und der VVN-BdA vorbereitet; er „beschäftigt“ sich mit der Stationierung von Atombomben an drei Standorten in kaum 100 KM Luftlinie rund um Aachen und soll die ICAN-Kampagne zum weltweiten Atomwaffenverbot unterstützen.